Walter Pondorfer

Walter Pondorfer im Frühjahr 2026.
Foto: KHI

Walter Pondorfer (* 12. Juli 1961; † 4. Juni 2026) war ein österreichischer Unternehmer und Freizeitpark-Pionier. Als Gründer und langjähriger Geschäftsführer des Unternehmens Funtime prägte er die internationale Entwicklung moderner Hoch- und Adrenalinfahrgeschäfte maßgeblich mit.

Unternehmerischer Werdegang

Pondorfer stammte aus Dölsach in Osttirol. 1995 gründete er die Firma Funtime, die sich zunächst auf die Entwicklung und Vermarktung innovativer Fahrgeschäfte konzentrierte. 1 Unter seiner Leitung entwickelte sich das Unternehmen zu einem profitablen und weltweit tätigen Hersteller von Freizeitpark-Attraktionen, dessen Anlagen unter anderem in Europa, Nordamerika und dem Nahen Osten errichtet wurden. 2

Besonders bekannt wurde Pondorfer durch die Entwicklung großer Freifalltürme (Free-Fall-Towers) und rotierender Hochfahrgeschäfte (Star-Flyer), die zu den markantesten Attraktionen zahlreicher Vergnügungsparks zählen. 3

Internationale Bedeutung

Pondorfer hatte mehrere internationale Patente für Fahrgeschäfte und Turmbauten angemeldet. 4 Diese technische Innovationsarbeit gehörte zu den Grundlagen des internationalen Erfolgs von Funtime.

Mit dem Wachstum von Funtime wurde Pondorfer zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der österreichischen Freizeitpark-Branche. Medien bezeichneten ihn wiederholt als „Praterkönig“ oder als einen der bedeutendsten Freizeitpark-Pioniere Österreichs. Seine Bekanntheit beruhte insbesondere auf Großprojekten im Wiener Prater sowie auf der internationalen Verbreitung von Funtime-Anlagen. 5 6

Besondere Aufmerksamkeit erregte der von Funtime errichtete Free Fall Tower im Wiener Prater, der mit einer Höhe von über 100 Metern zu den markantesten Fahrgeschäften Österreichs zählt. 7 Das Projekt wurde zu einem Symbol für die technische Ausrichtung des Unternehmens und dessen Anspruch, außergewöhnliche Attraktionen für den weltweiten Freizeitmarkt zu entwickeln.

Kontroversen

Internationale Aufmerksamkeit erhielten Pondorfer und sein Unternehmen Funtime auch im Zusammenhang mit einem tödlichen Unfall im Jahr 2022 auf einem Freifallturm im ICON Park in Orlando (Florida). Gegen mehrere Beteiligte, darunter auch Funtime als Hersteller der Anlage, wurden in den Vereinigten Staaten Schadenersatzforderungen erhoben. Pondorfer wies eine Verantwortung seines Unternehmens zurück und verwies darauf, dass sicherheitsrelevante Veränderungen nach der Auslieferung ohne Beteiligung von Funtime vorgenommen worden seien. Die juristische Aufarbeitung des Falls dauerte über mehrere Jahre an. 8 9

Ableben

Am 4. Juni 2026 kam Walter Pondorfer bei einem Flugzeugabsturz nahe dem kroatischen Medulin ums Leben. Das Kleinflugzeug war aus Österreich gestartet und stürzte kurz vor dem Ziel ab. 10 11 Neben Pondorfer verloren drei weitere österreichische Staatsbürger ihr Leben. Die Nachricht löste, insbesondere in Osttirol und in der österreichischen Freizeitpark-Branche, große Betroffenheit aus. 12 13

Da die Unfallursache zunächst unbekannt war, wurden Ermittlungen zum Flugzeugabsturz eingeleitet. Aus einem Bericht der kroatischen Untersuchungsbehörde AIN geht hervor, dass der Flugzeugabsturz auf einen Ausfall des Flugzeugmotors infolge eines Treibstoffmangels sowie eine missglückte Notlandung zurückzuführen ist. 14

Quellenverzeichnis

  1. Firmen ABC ↩︎
  2. firmenbuch AI ↩︎
  3. Bild Zeitung ↩︎
  4. Google Patents ↩︎
  5. Tiroler Tageszeitung ↩︎
  6. Dolomitenstadt ↩︎
  7. Kurier ↩︎
  8. Osttiroler Bote ↩︎
  9. Kronen Zeitung ↩︎
  10. Salzburg24 ↩︎
  11. direktn ↩︎
  12. Heute ↩︎
  13. tportal ↩︎
  14. Kronen Zeitung ↩︎

Zuletzt aktualisiert: 4. Juli 2026